Blutzuckerspiegel

KohlenhydrateBlutzuckerspiegel

BlutzuckerspiegelKohlenhydrate können vom menschlichen Organismus nur in Form von Einfachzuckern aus dem Darm aufgenommen werden. Schon im Mund beginnt die Schneidearbeit der Enzyme, die im Magen und im Dünndarm weiter fortgesetzt wird, bis schließlich die verwertbaren Einfachzucker vorliegen.

Sobald der Zucker mit den Zuckertransportern über die Leber in das Blut geschleust ist, kann man ihn messen – als Blutzuckerspiegel. Das tut auch unser Körper. Im nüchternen Zustand beträgt die normale Konzentration von Glucose zwischen 60 und 100 Milligramm (mg) pro 100 Milliliter (ml) Blut.

Nach dem Essen steigt die Konzentration von Glucose im Blut schnell an und erreicht Werte von 150 mg/dl oder mehr. Der Organismus möchte nun so schnell wie möglich wieder den Normalzustand herstellen. Dazu signalisieren die körpereigenen Zuckersensoren der Bauchspeicheldrüse, Insulin auszuschütten. Insulin ist das Hormon (ein Eiweiß übrigens), das den Glucoseabbau fördert, indem es

  • dafür sorgt, dass die Glucose in die Körperzellen gelangt, um dort in  Energie umgewandelt zu werden,
  • die Speicherung von Glucose in Leber und Muskeln unterstützt
  • oder den Umbau von Glucose zu Fett bewirkt

Sinkt der Blutzuckerspiegel unter den Normalwert ab, setzt der Körper umgekehrte Mechanismen in Gang:

  • Er ist bestrebt, vermehrt Zuckern aus dem Darm aufzunehmen. Das bedeutet, wir bekommen Hunger
  • Der Glucosespeicher in der Leber wird angeknabbert.
  • Der Körper bildet aus den Aminosäuren, aus denen sein Eiweiß aufgebaut ist, Glucose. Dieser Vorgang ist langsam und der Grund, weshalb bei ungeeigneten Diäten Körpereiweiß abgebaut wird.

Die Regulation des Blutzuckerspiegels besteht aus sehr fein aufeinander abgestimmten Mechanismen. Die Reaktion unseres Körpers auf die Zufuhr von Kohlenhydraten wird mit dem Glykämischen Index (GI) erfasst.