Kohlenhydrate

The wholemeal flour in scoop isolated on white

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Der Begriff Kohlenhydrate stammt aus der Vorstellung, dass alle Verbindungen, die in diese Stoffklasse gehören Hydrate (Verbindungen mit Wasser) des Kohlenstoffes sind. Heute weiß man, dass es zahlreiche andere Verbindungen gibt, die auch zu den Kohlenhydraten gerechnet werden.

Kohlenhydrate werden von der Pflanze durch Photosynthese gebildet und dienen ihr als Bausteine, Reservelager und Stützgerüst. Mensch und Tier produzieren auch ein Kohlenhydrat – das Glykogen (tierische Stärke) – das das wichtigste Reservekohlenhydrat darstellt und in der Leber und in der Muskulatur gespeichert wird.

Die Hauptaufgabe der Kohlenhydrate besteht in der Bereitstellung von Energie, die für zahlreiche Stoffwechselfunktionen, die Muskelarbeit und die Regulation der Körperwärme benötigt wird. Unser Gehirn und die roten Blutkörperchen sind auf Glucose als Energielieferanten angewiesen.

Ein Gramm Kohlenhydrate liefert 4 kcal

In Form von Stärke (Kartoffeln, Nudeln) und von Ballaststoffen (Vollkornbrot, Weizenkleie, Hülsenfrüchte) sind die Kohlenhydrate unsere bedeutendsten Sattmacher. Einfach- und Zweifachzucker schmecken süß, während man die Kohlenhydrate z. B. aus Brot lange kauen muss, bis die Enzyme im Speichel die Stärke in die süßen Einzelbestandteile gespalten hat.

Die Kohlenhydrate werden nach ihrer Molekülgröße unterteilt:

  • Einfachzucker oder Monosaccharide wie Glucose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker)
  • Zweifachzucker oder Disaccharide wie Saccharose (Haushaltszucker), Maltose (Malzzucker) und Lactose (Milchzucker)
  • Vielfachzucker oder komplexe Kohlenhydrate oder Polysaccharide wie Stärke oder Cellulose (schmecken nicht mehr süß)